| DER ELEKTRISCHE ZUGBETRIEB IM RIESENGEBIRGE UM 1930 | ||
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Die Geschichte der Schlesischen Gebirgsbahnen und eine Modulanlage der "Zackenbahn" Hirschberg-Polaun im Maßstab 1:160 |
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Das Vorbild:![]() Der Bahnhof Polubny-Polaun - der Endpunkt der Zackenbahn - war bis 1938 Grenz- und Betriebswechselstation zwischen dem Deutschen Reich und Österreich bzw. später der Tschechoslowakei. Die Bahnhofsbauten umfassten ein Empfangsgebäude und ein Gemeinschaftsgebäude der Zollverwaltungen mit jeweils zugehörigen Zollböden. Ferner gab es eine Fahrzeugwerkstatt mit 2 Gleisen, ein 4-ständiger Lokschuppen (ein Gleis wurde von der DRG zum Abstellen von Elloks angemietet), eine Wasserstation sowie Anschlussgleise für die örtliche Kohlehandlung und Basaltverladung. ![]() Gesamtübersicht des Bahnhofs mit Blick in Richtung Tannwald, links das EG, halbrechts hinten der Lokschuppen, rechts vorn die Basaltverladung ![]() Das Empfangsgebäude, von der Bahnsteigseite aus gesehen, rechts versteckt sich ein ET 89 Der Stationsname erfuhr über die Zeit mehrmalige Veränderungen: von der Eröffnung bis 1925 firmierte er unter dem Namen "Grünthal", danach erfolgte die Umbenennung in "Polubny-Polaun" (da der Bahnhof nun auf tschechoslowakischen Gebiet lag), um ihn nach der Annektion der Sudetengebiete 1938 gänzlich in "Polaun" zu ändern. ![]() Das Zollgebäude Im Bahnhof Polaun endeten die aus Hirschberg kommenden Personen- und Triebwagenzüge der DRG. Fahrgäste, welche weiter reisen wollten, mussten im Empfangsgebäude ihre Zollformalitäten erledigen und konnten dann mit Zügen der ČSD oder mit Bussen vom Bahnhofsvorplatz aus weiter reisen. Reisende, von der ČSD kommend, mussten ebenfalls erst ihre Zollformalitäten im Empfangsgebäude erledigen und konnten dann mit dem Reichsbahnzug weiter Richtung Hirschberg fahren. Selbst die Post wurde umgeladen, es gab bis 1938 keine durchgehende Personenzüge. ![]() Die von Hirschberg ankommenden Personenzüge liefen auf Gleis 1 ein; danach rangierten sie auf Gleis 2, dem Abfahrtsgleis für die Rückleistung nach Hirschberg. Güterzüge aus Hirschberg mit Ellok liefen auf Gleis 3 ein. Die Elloks wurden abgekuppelt und auf dem Gleis 9 bzw. auf einem Lokschuppengleis abgestellt. Mit der ČSD-Lok BR 310 wurden die Güterzüge getrennt und am Zollgebäude abgefertigt. Die getrennten Zugteile wurden dann mit einer ČSD-BR 404 über Unterpolaun nach Gablonz weiter befördert. Dort erfolgte die Wiederzusammenstellung der in Polaun getrennten Güterzüge. Die von Gablonz kommenden Zugteile wurden in Polaun vom Zoll abgefertigt und zu längeren Zügen auf Gleis 3 zusammen gestellt. Von dort hat dann eine Ellok den Zug Richtung Hirschberg gefördert. ![]() Hauptgüter von Deutschland nach ČSR waren Steinkohle, Granit, Glas und technische Artikel. Von der ČSR nach Deutschland wurden in der Hauptsache Braunkohle, Holz, Basalt und Leder befördert. Ausfahrtsignale besaß der Bahnhof nicht, jedoch ein Einfahrtsignal für Züge aus Richtung Hirschberg kommend. Ständig stationiert waren eine ČSD BR 310 und drei BR 404 (Zahnradloks). ![]() Das Modell:
Blick über die gesamten Bahnhofsanlage, rechts das EG Viel Betrieb in Polaun: 2x ET 89, zwei Güterzüge und eine restauriernende Zahnraddampflok BR 404 der ČSD Die Fassade des Empfangsgebäudes gleisseitig... ...und straßenseitig. Im Bahnhofsvorfeld "stauen" sich die Güterzüge, die wegen der nachfolgenden Steilstrecke in Richtung Tannwald geteilt werden müssen Das Zollgebäude, man beachte den Schienen-LKW, rechts ein moderner ET 51 auf der Rückfahrt nach Breslau Das imposante Zollgebäude von der Straßenseite aus gesehen Der am Zollgebäude angeschlossene Güterboden Die tschechische Zahnraddampflokomotive am Wasserkran Basaltverladung in Polaun Blick über die Bahnhofsanlagen in Richtung Tannwald, links das Zollgebäude Das österreichische Einfahrtsignal existiert auch in 1:160 |
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