| DER ELEKTRISCHE ZUGBETRIEB IM RIESENGEBIRGE UM 1930 | ||
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Die Geschichte der Schlesischen Gebirgsbahnen und eine Modulanlage der "Zackenbahn" Hirschberg-Polaun im Maßstab 1:160 |
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Donnerstag
15. September Freitag,
16. September
Vom Lift ging es dann zum Bahnhof, um den Stand der Sanierungsarbeiten zu begutachten. Geplant ist ein Touristikzentrum, der Innenausbau war in Arbeit. Die Draisinen standen abseits, von Unkraut überwuchert. Fraglich, ob sie je wieder am Bahnhof Karpacz zum Einsatz kommen. Anschließend fuhren wir zum Schloss Stonsdorf und ließen uns dort in herrschaftlichem Ambiente Kaffee und Kuchen schmecken.
Nach dem Abendessen im Hotel Márt versammelten wir uns im Saal. Rolf hatte wieder seinen H0-Schienenkreis aufgebaut. ET51, verschiedene ET89, z. B. Christians mit Sound, und E-Lokmodelle drehten zur allgemeinen Erbauung ihre Runden. Nebenher wurde gefachsimpelt und es wurden neue Bilder, die sogenannten „Dachbodenfunde“, begutachtet.
Samstag, 17. September
Abfahrt 8.44 Uhr mit CD-Zug von Korenov (Polaun) nach Harrachov (Strickerhäuser), dort Umstieg in den bereitstehenden Viamont-Triebwagen über Szklarska Poreba Gorna (Oberschreiberhau) nach Jelenia Gora (Hirschberg), Ankunft 10.30 Uhr.
Die „Mädels“ spazierten Richtung Innenstadt und die „Fans“ fuhren 11.08 Uhr mit einem PKP-Elektrotriebzug weiter nach Boguszow Gorce Zachod (Rothenbach), Ankunft 12.16 Uhr.
Dort suchten wir nach Spuren von Bauwerken und bestimmten Fotostandorte historischer Aufnahmen.
Beispielsweise das nachfolgende berühmte Bild der E 95 mit Güterzug, aufgenommen um 1928/1929. ![]() Die Schachtanlagen existieren zwar heute noch, wurden aber massiv zurück gebaut, so auch die markante Förderbrücke quer über die Gleisanlagen. Zumindest die Fundamente haben wir gefunden. ![]() Ein
weiteres interessantes zeitgenössisches Foto zeigte den Bahnhof
Rothenbach in seiner ganzen Länge inklusive abzweigendem
Kohleverladungsgleis und Kleingartensparte. Die Sparte existiert noch,
und neben dem heute nicht mehr existierenden Stellwerk wird auch heute
noch Kohle verladen, allerdings in einem umzäunten Gelände mit Wachhund. ![]() Anschließend wanderten wir entlang der Schlesischen Gebirgsbahn in Bahndammnähe nach Boguszow Gorce (Gottesberg). ![]() Vom
Bahnhof selbst haben wir nur wenige historische Aufnahmen, und das
Bahnhofsgebäude selbst zeigte sich ebenfalls sehr verschlossen. Es gibt
aber noch einige Relikte aus alten Zeiten, wie z.B. Güterschuppen,
diverse Fahrleitungsmaste und ein Stellwerk, das allerdings nicht mehr
im Betrieb ist und durch ein moderneres am östlichen Bahnhofsende
abgelöst wurde. ![]() Weiter ging es bis nach Boguszow Gorce Wsch. (Fellhammer Pbf.), ein Bahnhof, wo sich die Hauptbahn nach Waldenburg/Breslau mit der Nebenstrecke nach Halbstadt kreuzt und in dem viele bekannte historische Aufnahmen entstanden sind: http://wroclaw.hydral.com.pl/200296,foto.html http://wroclaw.hydral.com.pl/279649,foto.html http://wroclaw.hydral.com.pl/101460,foto.html http://wroclaw.hydral.com.pl/264051,foto.html Das Bahnhofsgebäude steht noch in all seiner Pracht da, allerdings mitten in einem Biotop. Die Bahnsteigüberdachungen fehlen vollständig. ![]() Von dieser Fußgängerbrücke wurden damals die Aufnahmen gemacht. Leider ist diese Brücke in einem äußerst desolaten Zustand. Viele Stufen fehlen mittlerweile, so dass der unaufmerksame Fotograf ganz schnell den freien Fall nach unten antreten kann. ![]() So sieht der Bahnhof mit den Gleisen der Hauptbahn heute aus: ![]() Und hier die historische Vorlage: ![]() Bei genauem Hinschauen kann man sogar noch die Überreste des Fahrleitungsmasts erkennen, der direkt neben der abgesenkten Bahnsteigkante stand. ![]() Etwa anderthalb Kilometer südlich des Bahnhofs befand sich der Güterbahnhof Fellhammer (Fellhammer Gbf.), von dem diese historische Aufnahme existiert. Sieben Gleise, mit Fahrleitung überspannt, lassen erahnen, dass hier ein bedeutender Güterumschlag stattfand. ![]() Diese Aufnahme zeigt das südliche Ende des Güterbahnhofs. Die Strecke nach Halbstadt war ebenfalls elektrifiert, allerdings überwiegend eingleisig. ![]() Und so bietet sich das Panorama heute. Der Bahnübergang existiert noch, und auch die Kirche ist noch da (links hinter den Bäumen), die umfangreichen Gleisanlagen sind allerdings verschwunden. Es gibt nur noch ein durchgehendes Streckengleis, das - den blanken Schienenköpfen zufolge - auch noch benutzt wird. ![]() Das Stationsgebäude ist verfallen und steht so weit abseits des Gleises, dass man meint, es gehört nicht dazu. ![]() Nach diesem kurzen Ausflug ging es wieder zurück nach Fellhammer Pbf., denn um 15:50 Uhr sollte uns ein Zug zurück nach Hirschberg bringen. Und so sah es damals aus, als der Personenzug mit EP 215 nach Hirschberg zum Einsteigen bereit stand... ![]() ...und so sieht es heutzutage aus, wenn der Elektrotriebzug EN57 am Hausbahnsteig hält.
In Hirschberg trafen wir unseren Damen, die gut gelaunt von ihrem Bummel durch die Hirschberger Altstadt zurück kehrten und wir fuhren 17.58 Uhr mit dem Viamont-VT zurück nach Korenov, Ankunft dort 19.41 Uhr. Nach solch einem spannenden, aber auch anstrengenden Tag freuten sich alle auf das wunderbare Abendessen im Hotel Márt. Es gab knusprige Ente, und beim anschließenden gemütlichen Beisammensein spendierte unser Wirt noch Apfelkuchen für alle! Unser Freund Arno Kasper zeigte an diesem Abend ein kleines Diorama seines Heimatbahnhofs Polaun, dessen liebevolle Gestaltung erahnen lässt, wie groß die emotionale Bindung zu dem Ort seiner Kindheit ist. ![]()
Sonntag,
18. September Nächstes Jahr wird "unsere" Strecke 110 Jahre alt! Am Wochenende 30. Juni/1. Juli 2012 wird sicher wieder ein rauschendes Bahnhofsfest mit Sonderzügen zelebriert. Deshalb haben wir als Termin für unser nächstes Treffen den 28. Juni bis 1. Juli 2012 festgelegt. Da mit größerem Besucheransturm zu rechnen ist, sollte die Zimmerbestellung rechtzeitig erfolgen!
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